Die Geschichtegärten

Die Zwei Geschichtegärten sind Gärten, die aus einer Sammlung von Rosen bestehen, woran sich eine Geschichte knüpft. Hier im Katalog ist nur ein Vorgeschmack mitgenommen, aber im Rosengarten finden Sie viele andere. Die guten Erzählungen stehen an den Rosen im Garten beschrieben.

Rosa x richardii, die Mumiekranzrose
Die Strandungsrose
Gruss an Aachen

Rosa x richardii, die Mumiekranzrose.
Synonyme: Rosa sancta A. Rich. Non Andr., “St. John’s Rose”, “The Holy Rose”. 
Rosa Richardii ist anscheinend eine Artshybride zwischen Rosa gallica, und Rosa phoenicia. Sie entstand anscheinend in Kleinasien oder in Syrien, wo beide Arten wachsen. Sie wird von Richard 1848 in Flora of Abyssinia unter dem Namen Rosa sancta beschrieben, - der Name war, wie es sich später zeigte, „besetzt“, und deshalb gab Rheder ihr 1922 ihren richtigen lateinischen Namen, Rosa x richardii Rheder. Der angewählte Klon, „Sancta“, der mit Rosa x richardii identisch ist, stammt aus Material, das im 18. jahrhundert an mehreren Örten in der Nähe von Kirchen und Gräben i Äthiopien zu finden War. 
Rosa x richardii ist eine prachtvolle Rose mit einer sehr langen ungewöhnlich ereignisreichen und interessanten Geschichte. Keine andere Rose kann man als Kulturrose so weit zurück in der Zeit verfolgen. 
Die älteste sichere Auskünfte über Rosa x richardii stammen aus Gräberfunden in Ägypten, die ais dem ersten Jahrhunderten n. Chr. datiert werden. Der erste Fund wurde von dem englischen Archäologe Sir William Flinders Petrie gemacht. Bei einem Ausgraben in Hawara, aus 170 Jahren n. Chr. datiert, fand er mehrere Kranze aus Pflanzen in einer Schachtel. Einer der Kränze war aus Rosen gemacht, die so gut Erhalten waren, dass Crépin, der grösste Rosenexperte der damaligen Zeit, sie später als Rosa sancta identifizierten könnte, in unserer Zeit Rosa x richardii. In ausländischer Literatur wird Rosa x richardii oft als „The Rose of the Tombs“ und „The Holy Rose” erwähnt. In Schweden wird der Name Mumierose benutzt, während sie in Dänemark Mumiekranzrose ernannt wird.
In Jahre 300 wurde Rosa x richardii in der Nähe von Klostern und Kirchen in Äthiopien gepflanzt. Eine Geschichte erzählt, dass Frumentios, der erste Bischof Äthiopiens, die Rose aus seinem Heimland, Syrien, mitnahm, als er im Jahre 300 das Christentum nach Äthiopien brachte. 1895 wurde Rosa x richardii von Äthiopien nach Europa gebracht und kam 1902 in England im Handel. Selbst heute noch kann man an mehreren Stellen in Äthiopien die rosa x richardii finden. 
Im Palast in Knossos, der zwischen 1900 und 1700 v. Chr. Gebaut wurde, sind viele Wände mit schönen Fresken geschmückt. Bei Ausgrabungen um 1900 fand man mehrere Reste davon. An „Freske mit blauem Vogel“ sind mehrere Pflanzen und Tiere abgebildet, u.a.m. eine Rose, die die Wissenschaft kennt. Die Rosen sind schwierig zu identifizieren. Mehrere Forscher haben versucht klarzulegen, welche Rose der Künstler zum Vorbild gehabt hat. Vieles spricht dafür, dass es Rosa x richardii war, aber auch Rosa gallica, und Rosa canina, hat man als mögliche Vorbilder angeführt.

Lars-Åke Gustavsson
Leiter von Frederiksdal Rosarium in Helsingborg.
Verfasser der Bücher: „Roser för nordiska Trädgårdar“ Bände 1 und 2.



Die Strandungsrose.
Wenn Strandhauptmann Kai E. Kristensen und seine Frau Vera nicht gewesen wären, wäre der Strandungsrose sicherlich verloren gegangen. 
1950 holte Kai E. Kristensen die wenigen Rosen, die noch an den Resten des Hauses, wo seine Eltern auf Bøvling Klit wohnten, zurückwaren. Mehrere Häuser waren 1940 enteignet worden. Ein Deich wurde hier gebaut, und heute liegen alle Häuser im Meer. 
Kai erzählt, dass die Rosen von einem norwegischen Motorschiff mit dem Namen Batavia waren, das am 9.12.1923 1 km nördlich von Thorsminde strandete. Batavia war unterwegs von Rotterdam nach Oslo mit Stückgut, Gewürzen und mehrere tausend Rosen, die man noch einzelne Stellen finden kann.
Die 19 Mann grosse Besatzung wurde alle an Land gerettet. Sturm und schlechtes Wetter verspätete das Bergen, aber am 29.1.1924 wurde auf der Auktion für 151.000 Kr. verkauft, darunter 30 t Schienen. Am 1.2.1924 wurde Batavia flott-gemacht und nach Norwegen bugsiert, als das Wetter es erlaubte. 
Knud Klippenberg aus Fred. Olsen und Co. erzählt, dass Batavia am 8.11.1942 auf dem Fluss Cebu in marokko von den Deutschen versenkt wurde um zu verhindern, dass die alliierten Fahrzeuge nach Port Luantey kamen.


Gruss an Aachen
Die dänische Schriftstellerin Karen Blixen war eine Meisterin in Komponierung von Blumensträussen. Sie fand, dass die Blumen eines der Wunder des Lebens waren, und jedes mal sie einen Strauss machte, war es, als sie ein Blumengemälde machte. Sorten und Farben waren zusammengesetzt, als wären sie Pinselstricheauf einem Gemälde.Gruss an Aachen - Laubjergs Rosenhave Insbesondere die Rose und ihr Duft fascinierten sie. Ihre Sträusse sind fotografiert geworden, und ein Bild zeigt eine Komposition aus Gruss an Aachen, blauen Delphinum in zwei blauen Farben, Centaurea und Cynoglossum officinale. Blau und weiss waren die Lieblingsfarben.
Rungstedlund ein bisschen n¨rdlich von Kopenhagen war ihr Elternhaus, und da schrieb sie nach der Heimkehr von Afrika 1931 alle ihre Bücher. Vor dem Hof waren in den Beeten Gruss an Aachen, die später verschwunden sind. Als Rungstedlund 1991 wie Karen Blixen Museum öffnete, bekam das Museum von ihrer Sekretärin M.A. Clara Selborn als Geschenk einige Gruss an Aachen Pflanzen, so dass die Straussen, die das ganze Jahr hindurch auf dem Museum stehen, wieder Gruss an Aachen vom Garten haben. Karen Blixen mochte die Rosen sehr, und in ihren Erzählungen gibt es auch die duftenden Blumen wie z.B. in Ehrengard, 1963 herausgegeben, „....ein Duft von unbewusster Verführung, der reiche Duft der Rose, der in aller Unschuld den Passanten dazu verleitet, die Blume zu pflücken.

Marianne Wirenfeldt Asmussen
Museumsdirektorin, das Karen Blixen Museum

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